Aktien mit Strategie

Aktien und Altersvorsorge? Wie passt das zusammen? Grundsätzliches dazu finden Sie weiter unten mit Quellenangabe.

Die Aktie als Anlageform ist langfristig sehr interessant, aber es gibt große Schwankungen. Um diese zu reduzieren wurden die hier vorgestellten Aktienstrategien / Handelssysteme entwickelt.

 

Diverse Quellen über Aktien und Altersvorsorge:

 

Altersvorsorge mit Aktien: (diesen Artikel können Sie vollständig lesen unter wissen.de)

Wenige Fragen werden in der Finanzwelt leidenschaftlicher diskutiert als die nach dem besten Weg zum finanziellen Wohlstand. Die Anlageform der Aktie hat dabei beiden letzten Bärenmärkten enorme Prügel bezogen - die großen Kursverluste der Wachstumsbörsen haben mächtig am Renommee gekratzt. Langfristig jedoch hat bisher keine Anlageform bessere Erträge erwirtschaftet als die Aktie.

 

Der Königsweg zum Wohlstand

Bei allen berechtigten Wünschen nach der Planbarkeit der erzielbaren Erträge wird bei der Altersvorsorge in Deutschland die renditestärkste Anlageform noch immer zu sehr außer Acht gelassen. Selbst nach den letzten blutigen Jahren an den Weltbörsen ist die Aktie mit weitem Abstand die ertragreichste Anlageform - gerade langfristig!

Das Problem in der fairen Bewertung einer Anlageform liegt nämlich tief im Psychologischen verborgen: Gegenüber nichts anderem ist ein Anleger skeptischer als seinen letzten verlustreichen Investments. Es liegt geradezu in der Natur des Menschen, kurzfristigen Ereignissen einen unverhältnismäßigen Stellenwert im Verhältnis zu ihrer langfristigen Bedeutung beizumessen.

Die Anlageform Aktie hatte unter dieser Beurteilung immer zu leiden: In Crash-Zeiten wurde ihre Bedeutung stets unter-, in Hausse-Zeiten gerne überschätzt. Doch fest steht: Historisch betrachtet sind Aktien als langfristige Anlageform unschlagbar.

 

Die Geschichte beweist: Die Aktie ist die stärkste Anlageform.

Ein Blick zurück in die Zeitgeschichte der Finanzmärkte: 1900 - zu Beginn des neuen Jahrhunderts befand sich die Welt in Aufbruchsstimmung. Technische und wissenschaftliche Innovationen in der Medizin, Physik oder Chemie bestärkten den Fortschrittsglauben der Menschen; die sich global ausbreitende Industrialisierung sowie immer höhere Produktivitätsraten kurbelten die Weltwirtschaft an. Der Dow Jones, der Leitindex der amerikanischen Wirtschaft, notierte bei 40 Punkten - eine für Skeptiker damals fundamental kaum zu rechtfertigende Bewertung.

Doch der Aufschwung ging weiter: Bis zum Ende der 1920er Jahre stand der Dow Jones bei beachtlichen 381 Punkten. Obwohl der Traditionsindex im Zuge des großen Freitags-Crashs von 1929 noch einmal auf das Niveau vom Jahrhundertbeginn zurückfiel, blieben langfristig orientierte Anleger auf der Gewinnerseite. Denn 100 Jahre später kletterte der Dow Jones bis auf schier unfassbare 10.000 Punkte! Ungeachtet der großen menschlichen Tragödien des 20. Jahrhunderts - wie etwa zwei Weltkriege und die große Depression der 30er Jahre - hat sich die Wirtschaft langfristig immer positiv entwickelt. 

Ein Rechenbeispiel: Wer 1900 für 1000 Dollar Aktien des Dow Jones-Unternehmens General Electric erworben hätte, wäre damit heute zum Dollar-Millionär geworden! Doch soweit müssen Anleger indes gar nicht planen. Wer heute für seine Rente vorsorgt, wird vermutlich einen Zeithorizont von 20 bis 45 Jahren im Auge haben. Selbst in diesem Zeitraum ist eine enorme Vervielfachung des Kapitals möglich: Bei einem Kauf von Microsoft-Aktien für 10.000 Dollar Anfang der Achtziger hätte der Anleger bis heute ebenso weit über eine Million Dollar erwirtschaftet.....

 

...das Alter bestimmt die Höhe des Aktienanteils

Obwohl die Anlage in Aktien bei einem sinnvollen Vermögensaufbau in keinem Portfolio fehlen sollte, kann die Höhe des Anteils stark variieren. Der Börsenaltmeister André Kostolany erklärt in seinen vielen Schriften auch hier den Königsweg zur ausgewogenen Kapitalanlage: Das Lebensalter des Anlegers definiert den Grad seiner Risikobereitschaft. 

Pointiert gilt die Formel: 100 - Lebensalter = Geldanteil, der in Aktien investiert werden sollte. Ein 30-jähriger Angestellter könnte entsprechend bis zu 70 Prozent seines Kapitals in Aktien oder Aktienfonds investieren, ein Pensionär von 65 Jahren entsprechend nur noch knapp ein Drittel seines Vermögens. 

Dieser Grundregel liegt die über hundertjährige Erfahrung zu Grunde, dass an der Börse kurzfristig immer alles anders kommen kann als erwartet. Die Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre sowie die Ölkrise der 70er und die Terrorattacken auf das World Trade Center untermauern, wie sensibel die Aktienmärkte mitunter reagieren können. Damit ist das eingesetzte Kapital freilich nicht verloren: Die Historie beweist, wie schnell sich die Börsen immer wieder erholen konnten. 

Doch wenn der Anleger aufgrund seines fortgeschrittenen Alters keinen langen Atem für die Erholungsphasen hat, könnte er an seinem Lebensabend bei zu riskanten Engagements eine böse Überraschung erleben. Eine sukzessive Umschichtung in sicherere Anlagen erscheint daher spätestens im Renten-Alter als sinnvoll.

Nils Jacobsen